Der im savoyischen Aostatal geborene Martin von Besenval (1600-1660) war der Stammvater der Familie in Solothurn. Er gelangte nach seiner Niederlassung 1628 in der Ambassadorenstadt durch sein Salzmonopol zu Amt, Würde und Ehre.
Durch die Heirat mit Katharina Schwaller (1614-1650), der Tochter eines Jungrats aus der städtischen Mittelschicht und durch sein kaufmännisches Geschick hatte er das Fundament für den Erfolg seiner Familie in Solothurn gelegt.
Er und seine weitverzweigte Familie, in französischen Kriegsdiensten zu Geld und Ansehen gekommen, hinterliessen eine reiche Ausstattung an wertvollem Mobiliar und Gemälden.
Seinen zweitjüngsten Sohn Johann Viktor I. (1638-1713) und späteren Waldegg-Erbauer erwartete eine steile politische Karriere in Solothurn, die 1688 mit dem Schultheissenamt gekrönt wurde. Zahlreiche Bauvorhaben in der Stadt und im Kanton erinnern an die Ära des Schultheissen Besenval.
Während fünf Generationen war der Familie wirtschaftlicher, militärischer und politischer Erfolg beschieden.
1789 begann der sukzessive Abstieg der Besenval. Der letzte männliche Nachkomme verstarb 299 Jahre nach der Niederlassung der Familie in Solothurn. »»»